http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/auktion.htm 16. Dezember 2017
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Internetgeschäftsmodell: Online-Auktionen

Online-Auktionen erfreuen sich einer immer größeren Beliebheit und generieren täglich steigende Umsätze... zumindest in den USA, die auf diesem Gebiet wieder einmal Vorreiter sind. Den Internet-Auktionen wird dort eine glänzende Zukunft prognostiziert. Forrester Research sagt ein Umsatzwachstum für Online-Auktionen in USA von DM 4,8 Milliarden in 1997 über DM 9,4 Milliarden in 1998 und DM 13,4 Milliarden in 1999 bis zu DM 94,7 Milliarden im Jahr 2002 voraus.

Der bekannteste Namen der Online-Auktionsbranche in USA ist Branchenführer eBay aus San Jose in Kalifornien, der seit seiner Gründung im Jahr 1995 mehr als 35 Millionen Objekte versteigert und dabei mehr als 140 Millionen Gebote verzeichnet hat. In Deutschland läuft das Auktionsgeschäft dagegen bislang nur zögerlich an. Einer der bekanntesten Namen in Deutschland ist Primus-Online, ein Joint Venture der debis AG und der Metro AG. Neben diesem kapitalkräftigen Riesen, der umsatzstärkster Auktionsshop im deutschsprachigen Raum werden will, versuchen zahlreiche andere Auktions-Sites im Markt Fuß zu fassen, z.B. ricardo.de, alando.de oder auxion.de. Welche Sites sich letztlich durchsetzen können, steht in den Sternen. ricardo.de verzeichnet monatliche monatliche Wachstumsraten von 100 Prozent bei Privatauktionen und 35 Prozent bei Business to Consumer-Auktionen; alando.de hat nach der Übernahme durch eBay einen kapitalkräftigen Partner im Rücken. In die deutsche Auktions-Branche wird in der nächsten Zeit einige Bewegung kommen.

Sicher ist, daß Online-Auktionen ein riesiges Potential im Business-to-Consumer-Bereich und im Business-to-Business-Bereich besitzen.

Online-Auktionen laufen anders ab als Live-Auktionen

Traditionelle Live-Auktionen finden normalerweise zu einem festgelegten Termin statt, an dem innerhalb weniger Stunden alle Versteigerungspositionen unter den Hammer kommen. Online-Auktionen laufen dagegen häufig viel länger. Fünf bis zehn Tage Dauer sind nicht ungewöhlich. Ein Artikel wird mit einem Einstiegsgebot und einem Endtermin versehen auf dem Auktionsserver plaziert. Ein Bieter kann danach bis zum Endtermin sein Gebote abgeben. Er hat Zeit, das Auktionsangebot zu prüfen, ein erstes Gebot abzugeben und die weitere Preisentwicklung abzuwarten. Sollte sein Gebot im mehrtägigen Verlauf der Auktion überboten worden sein, kann er es bis zum Endtermin jederzeit erhöhen.

Die Gebotsabgabe erfolgt elektronisch. In der Regel gibt der Bieter (nach einer Registrierung vor seiner ersten Auktionsteilnahme) auf einer Internetseite sein vorher vergebenes Passwort und den Betrag ein, den er bieten will, und drückt auf einen Eingabe-Knopf ("Submit"). Daraufhin erhält er per e-Mail eine Bestätigung seines Gebotes. Sollte er im weiteren Verlauf überboten werden, erhält er wieder eine e-Mail-Nachricht mit der Einladung, auf die Auktionsseite zurückzugehen und sein Gebot zu erhöhen. Den Zuschlag erhält, wer zum Endtermin das höchste Gebot abgegeben hat.

Vorteile von Online-Auktionen

Vorteilhafte Geschäftsabwicklung
Der Ablauf einer Online-Versteigerung eignet sich, um das Interesse vieler potentieller Bieter zu erregen. Es müssen keine schnellen Entscheidungen getroffen werden. Der allmähliche Verlauf der Auktion ist gut zu beobachten. Ein Bieter kann sich genau überlegen, was ihm die angebotene Ware wert ist. Durch diesen Modus ergeben sich in der Praxis häufig sehr marktgerechte Preise.
Geringe Transaktionskosten
Eine Online-Auktion ist eine sehr kostengünstige Abwicklung eines Geschäftes - für den Käufer und für den Verkäufer. Der Käufer spart sich die Anreise zu einer Auktion, um vor Ort live mitzubieten. Er kann bequem von einem beliebigen Ort aus an der Versteigerung teilnehmen. Er hat das gute Gefühl, daß über das Netz für alle Teilnehmer die gleichen Ausgangsbedingungen herrschen und daß er nicht benachteiligt ist.

Der Verkäufer muß keine teuren Auktionskataloge drucken und verschicken, keinen physischen Auktionsraum einrichten, wo die Auktion stattfindet etc. In der Vergangenheit hat sich sich dieser Aufwand nur für hochpreisige Dinge gelohnt. Wegen der geringeren (variablen) Kosten für das Abhalten von Online-Auktionen (wenn man in diesem Zusammenhang von den initialen Kosten für die Einrichtung des Auktionsservers absieht), bieten sich durch Online-Auktionen völlig neue Geschäftsmöglichkeiten.

Einsatzfelder von Online-Auktionen

Nicht nur im Consumer-Markt, der jetzt durch die Presse geistert, bieten Internet-Versteigerungen interessante Möglichkeiten. Auch im Business-to-Business-Bereich rechnen wir mit einer starken Verbreitung von Auktionen über das WWW, obwohl sich dieser Bereich derzeit nur langsam entwickelt.
Lagerbestände online versteigern
Online-Auktionen sind ein interessanter Vertriebsweg für schwer verkäufliche Lagerbestände. Dies beschränkt sich nicht auf Ramsch und Raritäten. Für über DM 59 Milliarden werden Jahr für Jahr in Deutschland Auslaufmodelle, Überschuß- und 2. Wahl-Waren gehandelt. Auf traditionellem Weg lassen sich diese Waren nur zu 8% bis 40% ihres ursprünglichen Wertes verkaufen, so haben Studien ergeben (Quelle: Market Makers GmbH, München). Dadurch werden die Unternehmensgewinne zum Teil erheblich beeinträchtigt. Dies betrifft vor allem Unternehmen mit schnellen Produktlebenszyklen oder schwankender Nachfrage.

Über eine eigene Auktions-Site kann jedes Unternehmen seine Lagerbestände an den Mann bringen. Mit einem vernünftigen Konzept kann aus dem einstigen Verlustgeschäft durch die Online-Versteigerung ein profitables Business werden. Der Lagerbestand wird schneller zu besseren Preisen verkauft. Doch nicht nur dadurch amortisiert sich der Aufbau einer Online-Auktion: Wenn die Waren nicht mehr so lange auf Lager liegen, reduziert sich die Kapitalbindung.

Die Chancen, über diesen Weg den bestmöglichen, marktgerechten Preis zu erzielen, stehen gut. So wäre es beispielsweise denkbar, daß ein Hersteller / Distributor von Waren einen regelmäßigen Versteigerungstermin (z.B. am Ende jedes Monats / Quartals) ansetzt und seinen Vertriebspartnern und Händlern per e-Mail einen elektronischen Auktionskatalog zuschickt und sie zu Geboten auffordert. Die Versteigerung nimmt daraufhin ihren Lauf. Wird der Endtermin so gelegt, daß er noch vor Ende z.B. des Geschäftsjahres ist, können die Auktionsverkäufe zu einer signifikanten Verbesserung des Jahresergebnisses beitragen.

IngramMicro, einer der größten Computer-Distributoren in den USA, hat auf diesem Gebiet sehr gute Erfahrungen gesammelt und seine Lagerbestände mit Versteigerungen im Internet an den Mann gebracht.
Testmarkt zur Preisfindung bei Produktneueinführungen
Ein Charakteristikum von Online-Versteigerungen ist die in der Regel marktgerechte Preisbildung. Dies können Unternehmen zur Preisfindung bei Produktneueinführungen nutzen. Testweise Versteigerungen von neuen Produkten liefern wichtige Hinweise, welche Preise sich dafür am Markt durchsetzen lassen. So bleiben einem möglicherweise solche Flops erspart, wie sie Volkswagen mit dem zu hohen Preis des New Beetle erlebt hat.

Online-Auktionen: Make or Buy?

Wer sich mit dem Thema Online-Auktionen im Bereich Business-to-Business beschäftigt, kommt ganz zwangsläufig zur Frage: 'Eine eigene Auktion-Site aufbauen oder einen kommerziellen Versteigerungsservice nutzen, über den die Versteigerung abgewickelt wird?'. Letzteres ist im deutschsprachigen Raum noch nicht sehr verbreitet, weil es an Anbietern mangelt.
Auktionen durchführen lassen
Die Münchener Market Makers GmbH plant ein 'Auction Hosting', bei dem die Unternehmen keinen eigenen Server benötigen und ihre Auktionen auf einem Server von Market Makers managen. In den USA wird ein solcher Service von Bonsai Software Inc. bereits seit einiger Zeit unter der Adresse http://www.easyauction.com angeboten.

Aus unserer Sicht ist das Auction Hosting eine gute Möglichkeit, um testweise oder sporadisch Auktionen durchzuführen.
Der eigene Auktionsserver
Wer regelmäßig Auktionen durchführen will, ist mit einer eigenen Auktion-Site sicherlich gut bedient. Es stellt sich allerdings die Frage, welche Auktions-Software am besten geeignet ist. Die Möglichkeiten reichen vom kostenlosen PERL-Script bis zum mehrere 10.000 Dollar teuren Programm. Die Software ist in bezug auf Funktionsumfang und Kosten zum Teil recht unterschiedlich. Es beginnt bei kostenlosen oder ganz preisgünstigen PERL-Scripts von http://www.cgi-resources.com, mit denen man mit etwas Anpassungsaufwand bereits eine ganze Menge machen kann. Darüber hinaus bieten einige Software-Anbieter für ihre Online-Shop-Software zusätzliche Auktionsmodule an. So gibt es z.B. bei der IBM eine Auktionssoftware für IBM Net.Commerce oder von Microsoft ein Zusatzmodul für sein e-Commerce-Paket Site Server 3.0.

Spezielle Standardsoftware für Auktionen wird z.B. von Bonsai Software Inc. (http://www.bonsai.com) angeboten. Ein weiterer Anbieter von Auktionssoftware ist WebVision (http://www.webvision.com) mit seiner WEBtropolis AUCTIONnet Auktionssoftware. Als einer der erfahrensten Anbieter gilt OpenSite (http://www.opensite.com), das als einer der ersten Anbieter eine professionelle Auktions-Softwareprodukt auf den Markt brachte. Als deutschen Anbieter gibt es die Market Makers GmbH (http://www.marketmakers.de), die die Software für die Primus-Online-Site geliefert hat.

Im Einzelfall muß man abwägen, was für ein spezielles Szenario die geeigneteste Auktions-Software ist. Hier spielt eine Rolle, welche Systemumgebung vorhanden ist, wo die Daten für die Produkte, die sie versteigert werden sollen, herkommen (automatische Datenübernahme aus Bestandssystemen vs. manuellem Einpflegen) und mit welcher Beteiligung bei den Auktionen gerechnet wird . Es macht einen Unterschied, ob mit 100 Gebote pro Stunde gerechnet wird oder ob 10000 Gebote oder mehr pro Stunde abgewickelt werden sollen. Diese Erfahrung mußte die deutsche Auktions-Site Ricardo.de sammeln. Dort rechnete man beim Start mit 1000 Bietern und legte das System zur Sicherheit auf 2000 Benutzer aus. Als sich am ersten Tag 5000 Bieter meldeten, war das System überlastet, was zum Frust auf allen Seiten führte. Es ist also sehr wichtig, auf eine ausreichende Skalierbarkeit der Auktions-Site zu achten.

It is time to learn, not to earn

Es gibt keine Patentrezepte und pauschalen Ratschläge, wie man Versteigerungen im Internet am besten aufzieht. Dies gilt für das Konzept und für die Technik. Das Potential des Geschäftsmodells 'Online-Auktion' läßt jedoch eine Beschäftigung mit dem Thema als sehr sinnvoll erscheinen. Wir empfehlen Ihnen, einfach einmal mit Online-Auktionen zu experimentieren und erste Erfahrungen zu sammeln.

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