http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/barrierefreieswebdesign.htm 22. August 2017
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Barrierefreies Webdesign

Barrierefreies Webdesign: Was versteht man darunter?

Seit 17. Juli 2002 ist in Deutschland eine neue Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik in Kraft.

Der folgende Artikel beschreibt die wesentlichen Vorgaben dieser Verordnung, im Weiteren kurz BITV genannt, sowie deren Auswirkungen auf die Internetpräsenzen der Behörden der Bundesverwaltung.

Was besagt die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV)?

Die BITV verlangt, dass behinderten Menschen sämtliche, Internet-/Intranetauftritte der Behörden der Bundesverwaltung sowie grafische Programmoberflächen (hierunter versteht der Gesetzgeber z.B. CD-Roms) zugänglich zu machen sind. Zur Umsetzung der Verordung müssen bestimmte Anforderungen und Bedingungen erfüllt werden, die im Folgenden ausführlich beschrieben sind.

Den genauen Wortlaut der BITV finden Sie hier http://www.fernuni-hagen.de/FTB/new/service/eaccess/doc/rechtsverord.htm#v-text

Anforderungen und Bedingungen der BITV

Die Anforderungen und Bedingungen sind in zwei Prioritätsstufen unterteilt:

Die Prioritätsstufe I gilt für alle Internetauftritte, die neu gestaltet oder in wesentlichen Bestandteilen oder größerem Umfang verändert oder angepasst werden.

Die Prioritätsstufe II gilt zusätzlich für alle zentralen Navigations- und Einstiegsangebote der Internet-/Intranetauftritte der Bundesbehörden.

Relevante Fristen zur Umsetzung der BITV

Zur Umsetzung der Anforderungen gibt es mehrere relevante Fristen:
  • Für Internetauftritte der Prioritätsstufe I gilt: Mindestens ein Zugangspfad zu den Internetangeboten muss mit Freischaltung die Anforderungen der BITV erfüllen. Bis spätestens 31.12.2005 müssen dann sämtliche Zugangspfade zu den Internetangeboten der Prioritätsstufe I die Anforderungen und Bedingungen der BITV erfüllen.

  • Alle Internetangebote, die vor Inkrafttreten der BITV veröffentlicht wurden, sind bis 31.12.2003 gemäß der BITV anzupassen, wenn diese Angebote sich speziell an behinderte Menschen gemäß Paragraph 3 Behindertengleichstellungsgesetz: http://www.fernuni-hagen.de/FTB/new/service/eaccess/doc/bundesgleichstellungsgesetz.htm richten.

  • Alle anderen Internetangebote, die sich nicht speziell an Behinderte gemäß Paragraph 3 Behindertengleichstellungsgesetz richten, müssen bis zum 31.12.2005 gemäß der BITV gestaltet werden.
  • Die Wirkung der Verordnung wird spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten der BITV überprüft!

Grundprinzipien der BITV

Die Anforderungen der BITV (A1 - A14) lassen sich auf fünf Grundprinzipien reduzieren:

Wahrnehmbarkeit
A1 Für jeden audio- oder visuellen Inhalt sind geeignete äquivalente Inhalte bereitzustellen, die den gleichen Zweck oder die gleiche Funktion wie der originäre Inhalt erfüllen.

A2 Texte und Grafiken müssen auch dann verständlich sein, wenn sie ohne Farbe gestaltet werden.

A7 Zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts müssen durch den User kontrollierbar sein. Bildschirmflackern und blinkende Inhalte sind generell zu vermeiden. Bewegungen innerhalb von Websiten müssen durch den Nutzer zu stoppen sein.

A9 Internetangebote sind so zu gestalten, dass Funktionen unabhängig vom Eingabe- oder Ausgabegerät nutzbar sind.

Bedienbarkeit
A7 Zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts müssen durch den User kontrollierbar sein.

A8 Die direkte Zugänglichkeit der in Internetangeboten eingebetteten Benutzerschnittstellen ist sicherzustellen.

Navigierbarkeit
A12 Dem User sind Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereitzustellen.

A13 Navigationsmechanismen sind übersichtlich und schlüssig zu gestalten.

Verständlichkeit
A4 Sprachliche Besonderheiten wie Wechsel der Sprache oder Abkürzungen sind erkennbar zu machen.

A14 Das allgemeine Verständnis der angebotenen Inhalte ist durch angemessene Maßnahmen zu fördern. Für alle Inhalte ist die einfachste und klarste Sprache zu verwenden. Um Inhalte leichter verständlich zu machen, könnten (Audio)-Präsentationen oder Grafiken eingesetzt werden.

"Technologische Robustheit"
A3 Markup-Sprachen (insbesondere HTML) und Stylesheets sind entsprechend ihrer Spezifikationen und formalen Definitionen zu verwenden.

A5 Tabellen sind mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprachen zu beschreiben und in der Regel nur zur Darstellung tabellarischer Daten zu verwenden.

A6 Internetangebote müssen auch dann nutzbar sein, wenn der verwendete Benutzeragent neuere Technologien nicht unterstützt oder diese deaktiviert sind.

A9 Internetangebote sind so zu gestalten, dass Funktionen unabhängig vom Eingabe- oder Ausgabegerät nutzbar sind.

A10 Die Verwendbarkeit von nicht mehr ganz aktuellen assistiven Technologien und Browsern ist sicherzustellen, insofern der hiermit verbundene Nacharbeitungs-Aufwand nicht unverhältnismäßig ist.

A11 Die zur Erstellung des Internetangebots verwendeten Technologien sollen öffentlich zugänglich und vollständig dokumentiert sein, wie z.B. die vom World Wide Web Consortium (W3C) entwickelten Technologien.

Zur Überprüfung der genannten Anforderungen gibt es umfangreiche Checklisten, ebenso Empfehlungen des W3C, die unter folgendem Link zu finden sind:
http://www.fernuni-hagen.de/FTB/new/service/eaccess/doc/check-d.htm

Generelle Vorzüge des barrierefreien Webdesigns

Aus Sicht der WEBAGENCY AG sind die Richtlinien der BITV auch für Unternehmen interessant, die nicht gesetzlich zur Einhaltung dieser Verordnung verpflichtet sind.
Die Berücksichtigung der Prinzipien: Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Navigierbarkeit, Verständlichkeit und technische Robustheit kommt nämlich der Gesamtheit aller Besucher einer Website zu gute!

Außerdem hat barrierefreies Webdesign hat aus Sicht von Internetnutzern die folgenden, konkreten Vorteile:

Kürzere Ladezeiten
Durch den verringerten Einsatz von Bildern, Grafiken, Scripts, Plug-Ins und sonstigen Elementen können die Ladezeiten von Websites deutlich optimiert werden.

Bessere Auffindbarkeit von Inhalten
Durch eine klare und einfache Navigation sowie der Bereitstellung von Kontext zur Orientierung sind Inhalte für den Nutzer besser auffindbar.

Verringerung von Einstiegsbarrieren
Durch die Website-Optimierung angepasst an ältere und damit weit verbreitete Browservarianten (Abwärtskompatibilität) ebenso wie durch einen weitgehenden Verzicht auf Flash, Java-Script, ActiveX und andere aktive Elemente, sowie Cookies, wird eine geringere Zahl von potenziellen Besuchern, die diese Elemente aus Sicherheitsgründen nicht aktivieren können oder wollen, "ausgesperrt".

Bessere Auffindbarkeit im Web
Durch ein starke "Textlastigkeit" der Website ergibt sich der folgende positive Nebeneffekt: Suchmaschinen indizieren in der Regel Textseiten. Je mehr Texte also eine Website enthält umso besser ist ihr "Ranking" in den Trefferlisten einer Suchmaschine.

Fragen zum Thema BITV

Haben Sie Fragen zur konkreten Umsetzung der BITV?

Haben Sie Interesse, Ihren eigenen Webauftritt unter dem Aspekt der Barrierefreiheit checken zu lassen?

Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf:

Tel: 0721/984 66 - 0


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