http://www.webagency.de/projektleitfaden/feinkonzeption.htm 22. August 2017
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Phase 2: Feinkonzeption Feinkonzeption

In der vorhergehenden Planungsphase hat Ihr E-Team ein Zielsystem erarbeitet, sowie Rahmenbedingungen und einen Ressourcenplan für Ihr E-Business Projekt definiert. Dies alles sollte in Form einer E-Business-Konzeption am Ende jener ersten Phase schriftlich fixiert vorliegen.

Nun folgt als zweite Phase die Feinkonzeption, in der Sie Ihre Ideen und Lösungsansätze detailliert ausarbeiten. Dies ist die notwendige Vorarbeit für die Realisierung.

In diesem Abschnitt finden Sie Antworten auf Fragen wie:
  • Welche funktionalen Anforderungen an Ihre E-Business-Lösung sind zu spezifizieren? Wie dokumentieren Sie die Spezifikationen?
  • Wer im Unternehmen sollte in E-Business-Aktivitäten involviert werden?
  • Wie finden Sie die richtige Software für Ihre E-Business-Lösung?
  • Wie konzipieren und erproben Sie Look&Feel der Oberfläche?
  • Wie legen Sie den Plan für die weiteren Projektschritte fest?
In der Feinkonzeptionssphase durchlaufen Sie folgende Schritte
  1. Erarbeiten Sie ein Pflichtenheft
  2. Finden Sie geeignete Software für Ihre E-Business-Lösung
  3. Konzipieren Sie das Frontend / Screendesign
  4. Erstellen Sie einen Prototypen Ihrer E-Business-Lösung
  5. Erstellen Sie eine Zeit- und Ressourcenplanung

Schritt 1: Erarbeiten Sie ein Pflichtenheft

Was ist ein Pflichtenheft?
Während die E-Business-Konzeption vornehmlich die Frage nach dem "was" beantwortet, gibt das Pflichtenheft Auskunft über das "wie". Es ist vergleichbar mit den Bauplänen von Lego-Baukästen: Zwar lassen sich die einzelnen Bausteine auch im E-Business bunt gewürfelt aneinander setzen, doch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ein funktionierendes Ganzes als Projektergebnis herauskommt. Das Pflichtenheft definiert eine verbindliche Bauanleitung für diejenigen Projektmitglieder, die die Ideen der anderen technisch umsetzen.

Was sind die wesentlichen Teile eines Pflichtenhefts?
Im Pflichtenheft sollten Sie zunächst immer die einzelnen Elemente noch einmal in aller Kürze darstellen, die erstellt werden sollen. Zwar haben Sie das bereits in der E-Business-Konzeption fixiert, jedoch macht ein Kochrezept wenig Sinn, wenn Sie nicht wissen, was nachher zum Essen auf dem Tisch steht.

Integraler Bestandteil des Pflichtenhefts ist das eigentliche "Kochrezept". Hier beschreiben Sie detailliert und eindeutig, wie einzelne Bausteine technisch umgesetzt werden müssen.

Bei der Implementierung eines Online-Shops bzw. Produktkataloges könnten die Fragen, die das Pflichtenheft beantworten muss, wie folgt lauten:
  • Wie viele Produkte muss der Online-Shop verwalten können?
  • Welche Artikeldaten müssen verwaltet werden?
  • Gibt es bereits Datenbanken, in denen diese Artikeldaten verwaltet werden?
  • Wie muss die Schnittstelle aussehen, über die bestehende Artikelstammdaten eingelesen werden können?
  • Wie bearbeitet man den Warenkorb?
  • Wie läuft der Bestellprozess ab?
Ähnliche Fragestellungen lassen sich für ein Content-Management-System (CMS) bzw. Portal finden:
  • Welche Inhalte soll das CMS verwalten?
  • Wieviele Inhalte / Artikel sollten das CMS verwalten?
  • In welcher Form liegen die Inhalte vor und können für das neue System genutzt werden?
  • Wie laufen Such- und Navigationsprozesse in Ihrer Website bzw. in Ihrem Portal ab?
  • Wie soll die Anzeige der Inhalte erfolgen?
Dateneingabe und -ausgabe
In so gut wie jeder E-Business Applikation finden Eingaben und Ausgaben von Daten statt. Sei es die Erfassung neuer redaktioneller Inhalte in einem geeigneten Redaktionstool oder das Ablegen von Waren im Warenkorb.

Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Wo findet eine Eingabe durch wen statt?
  • Wie sieht diese Eingabemöglichkeit aus?
  • Wo werden Daten in welcher Form gespeichert und verwaltet?
  • Wo werden Daten in welcher Form ausgegeben?
Schnittstellen
Komplexe E-Business Applikationen bedürfen in der Regel Schnittstellen, über die Datenbestände aus Anwendungen ausgelesen oder eingelesen werden können.

Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Welche Schnittstellen sind wo vorgesehen?
  • Wie haben diese Schnittstellen auszusehen?
  • Welche Schnittstellen gibt es bereits, die integriert werden müssen?
Datenenstruktur und Tabellen
Jede E-Business Applikation arbeitet mit Daten, z.B. Kundenstammdaten, Produktdaten etc. Diese Daten müssen ständig ergänzt, aktualisiert oder gelöscht werden. Dazu ist es notwendig, diese strukturiert zu verwalten und den Aufbau der Datentabellen zu kennen.

Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Welche und wie viele Datensätze gibt es bereits?
  • In welche Form müssen bestehende Daten gebracht werden?
  • In welcher Form sind die Daten vorhanden und in welche Form müssen sie gebracht werden? Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen den Daten?
  • Wie sind die Datentabellen aufgebaut?
  • Wie können Daten ausgelesen werden?
Benutzergruppen und -rechte
Jede E-Business Applikation wird von Usern genutzt und muss administriert werden. Dazu ist es notwendig, verschiedene Nutzergruppen zu identifizieren und Ihnen eine Reihe von Rechten zuzuordnen.

Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Welche Benutzergruppen gibt es?
  • Welche Funktionen Ihrer E-Business-Lösung dürfen die jeweiligen Benutzergruppen nutzen?
  • Welche Zugriffsrechte (Ansehen, Eingeben, Ändern, Löschen von Daten) sind diesen Benutzern für die jeweiligen Funktionen zuzuordnen?
  • Wie sieht die Benutzerverwaltung aus?
Arbeits- und Systemabläufe: Flows und Ablaufpläne
Neben dem Benutzerrechtemodell regeln die Flows das Miteinander der Applikationskomponenten und der Anwender. In den Workflows sind Arbeitsabläufe hinterlegt, die bestimmen, in welcher Reihenfolge welcher Benutzer welche Aktion durchführen kann. Die Flows bestimmen Systemabläufe, z.B. einen Bestellprozess im Online-Shop. Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Welche Arten von Workflows gibt es?
  • Wie werden diese Workflows in die Applikation integriert?
  • Welche System-Flows gibt es?
  • Wie werden diese (Work)-Flows administriert?
Arbeits- und Systemablauf Klicken Sie bitte auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.
Zusammenspiel der einzelnen Komponenten
Im vorangegangenen Abschnitt haben Sie erfahren, welche wesentlichen Bestandteile ein Pflichtenheft kennzeichnen. Diese Betrachtungsweise legt es nahe, die einzelnen Elemente voneinander losgelöst zu sehen. Dies ist jedoch falsch! Schließlich sind die Einzelkomponenten, z.B. ein Warenkorb, der Bestellvorgang oder das Zahlungssystem kein Selbstzweck, sondern müssen zu einem funktionierendem Ganzen - hier ein Online-Shop - zusammengefügt werden. Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • Wie greifen die einzelnen Elemente der Applikation ineinander?
  • Welche Abhängigkeiten gibt es zwischen den Applikationskomponenten?
Warum ein Pflichtenheft erstellen?
Oberflächlich betrachtet mag Ihnen das Pflichtenheft vielleicht überflüssig vorkommen. Eigentlich weiß doch jeder in Ihrem E-Team bereits, um was es geht und so ein Pflichtenheft kostet doch nur Zeit und Geld, mögen Sie vielleicht sagen. Doch sind Sie sich sicher...
  • dass Sie alle Anforderungen bereits ausreichend durchdacht und definiert haben?
  • dass jeder in Ihrem Projektteam die gleiche Sprache spricht?
  • dass jeder in Ihrem Projektteam das gleiche Verständnis über die einzelnen Elemente Ihrer E-Business Applikation hat?
  • dass Ihre Programmierer oder Screendesigner die Ideen des E-Teams im Detail erfasst haben?
Das Pflichtenheft spart Ihnen mehr Ressourcen als es Sie kostet. Mit zunehmender Komplexität wachsen die Kosten Ihres E-Business Projektes mit jedem Fehler exponentiell. In einem Pflichtenheft werden die Fakten objektiv definiert und in der gleichen und für alle Projektbeteiligten verbindlichen Form schriftlich fixiert. Damit reduziert ein Pflichtenheft die Gefahr von Fehlern auf ein Minimum.

Darüber hinaus bildet das Pflichtenheft auch die Grundlage für die Funktionsbeschreibung, die Bestandteil der Abnahmedokumentation sein sollte. Die Abnahmedokumentation ist wichtig, um objektiv nachprüfen zu können, inwiefern die am Projekt beteiligten Parteien, Ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt haben.

Bei diesem Projektschritt können Sie sich durch die WEBAGENCY E-Commerce AG unterstützen lassen. Hier erfahren Sie mehr über unser Leistungsangebot >>> Pflichtenheft-Erstellung <<< .

Wir beraten Sie gerne ausführlich und unverbindlich. Kontaktieren Sie uns!



Schritt 2: Finden Sie geeignete Software für Ihre E-Business-Lösung

Nachdem Sie das Pflichtenheft erstellt haben, kennen Sie die funktionalen Anforderungen an Ihre E-Business-Applikation genau. Eine neue Frage ergibt sich zwangsläufig daraus: Welche E-Business-Software deckt diese Anforderungen am besten ab? Diese Software sollte möglichst viel der gewünschten Funktionalität standardmäßig out-of-the-box mitbringen und einfach zu erweitern sein. Damit würden sich die Zahl der Anpassungen und der Aufwand, den Sie dafür leisten müssen, auf ein Minimum reduzieren.

Sie begeben sich also auf die Suche nach einer geeigneten E-Business-Software, auf deren Basis Sie Ihre individuelle Applikationen entwickeln. Gehen Sie bei Ihrer Software-Evaluation systematisch in folgenden Teilschritten vor:
Festlegung von Evaluationsgrundlagen
Um eine passende Software zu finden, benötigen Sie zweierlei Informationen als Grundlage, die Sie im ersten Teilschritt erarbeiten:
  • eine Übersicht über Software-Anbieter und deren Produkte, die für Ihr Projekt potenziell in Frage kommen
  • einen Kriterienkatalog, anhand dessen Sie die Software-Produkte und -Anbieter beurteilen. Mögliche Kriterien sind:
    • Funktionalität der Software
    • Technische Basis der Software
    • Anpassbarkeit der Software
    • Support für die Software
    • Mittelfristige Weiterentwicklung der Software
    • Mittel- bis langfristige Perspektive und Solidität des Anbieters
Durchführung der Evaluation
Fordern Sie Angebote und Unterlagen der Software-Anbieter an. Neben Marketingbroschüren und technischen Datenblättern, sind sogenannte "White Papers" wertvolle Informationsquellen. Sie beschreiben meistens sehr anschaulich die technische Basis (Architektur) der Software und wie damit praktische Anwendungsfälle gelöst werden.

Beurteilen Sie die Software-Produkte anhand Ihres Kriterienkataloges. Am Ende des Evaluationsprozesses sollten Sie eine engere Auswahl von zwei bis drei Produkte gebildet haben. Diese Software-Produkte schauen Sie sich näher an, bevor Sie endgültig entscheiden.
Validierung der Evaluation
Die Erfahrung zeigt, dass Software-Anbieter dazu neigen, die Wirklichkeit großzügig zu interpretieren. Typische Sätze von Software-Verkäufern lauten: "Selbstverständlich besitzt unser Produkt die gewünschte Eigenschaft / Funktion...". Häufig bekommen Sie "Brochure-Ware" statt Software angeboten: Das Software-Produkt befindet sich noch in der Entwicklung. Der reale Entwicklungsstand hinkt hinter dem zurück, was in den Marketingbroschüren (engl. "Brochure) versprochen wird.

Überprüfen Sie, ob die Software tatsächlich die versprochenen Eigenschaften besitzt. Probieren Sie dazu Testversionen / Demoversionen der von Ihnen favorisierten Software aus. Erst nach einen praktischen Test treffen Sie eine endgültige Entscheidung, welche Software Sie verwenden möchten.

Checkliste:
  • Sie haben eine möglichst vollständige Marktübersicht erstellt, welche Softwareanbieter und welche Softwareprodukte für Ihre E-Business-Lösung in Frage kommen?
  • Sie haben einen ausführlichen schriftlichen Kriterienkatalog erstellt, anhand dessen Sie die Software-Evaluierung vornehmen? Die Kriterien wurden entsprechend Ihrer Bedeutung (z.B. "Muss", "Kann", "Nice-to-have") gewichtet?
  • Sie haben die alle benötigten Informationen über die Software (technische Informationen und kaufmännische Informationen) beschafft und schriftlich vorliegen?
  • Sie haben ein Ranking der Software-Produkte anhand des gewichteten Kriterienkataloges vorgenommen? Sie konnten eine Endauswahl von 2 bis 3 Produkten bilden?
  • Zum Test der Praxistauglichkeit der Software wurde eine Testinstallation durchgeführt? Anpassung und Nutzung der Software wurde praktisch getestet

Bei diesem Projektschritt können Sie sich durch die WEBAGENCY E-Commerce AG unterstützen lassen. Hier erfahren Sie mehr über unser Leistungsangebot >>> Software-Evaluierung und -Auswahl <<< .

Wir beraten Sie gerne ausführlich und unverbindlich. Kontaktieren Sie uns!


Schritt 3: Konzipieren Sie das Frontend: Struktur und Design der Website bzw. E-Business-Applikation

Beantworten Sie für sich einmal die folgende Frage: Was ist schlimmer - eine inhaltsleere Website mit toller Verpackung (Design) oder eine Website, die vor Inhalten geradezu strotzt, die sich jedoch kaum finden bzw. lesen lassen?

Eine vernünftige Gestaltung Ihrer E-Business-Lösung hilft Ihnen dabei, keine der beiden skizzierten Szenarien in die Tat umzusetzen. Sie möchten sicherlich eine nutzenstiftende und benutzerfreundliche E-Business-Lösung. Kein Problem. Für eine gute Lösung spielen die Struktur und das Oberflächen-Design Ihrer E-Business-Lösung eine zentrale Rolle.

Bei einem Portal müssen beispielsweise Inhalte und Optik der Lösung aufeinander abgestimmt sein. Bedeutendstes Element ist dabei die Navigation. Sie verbindet alle Elemente einer Website miteinander und ist für die Benutzerführung verantwortlich. Analog gilt dies natürlich auch für Online-Produktkataloge: Der Benutzer muss bei der Auswahl seiner Produkte gut geführt werden. Auch dabei müssen alle Elemente der Benutzerführung gut zusammenspielen. Damit wird das Oberflächen-Design von Websites und E-Business-Lösungen zu einer komplexen gestalterischen Aufgabe.
Screendesign
Unter Oberflächendesign Ihrer E-Business-Lösung verstehen wir eine Gestaltung des Frontends. Häufig wird dieser Arbeitsschritt auch Screendesign oder Webdesign genannt. Beim Screendesign gehen Sie in mehreren Schritten vor (Übrigens: Die folgenden Arbeitsschritte 1 und 2 können Sie wahlweise als Bestandteil in das Pflichtenheft aufnehmen oder auch als losgelöste Arbeitsschritte betrachten):
  1. Erstellen Sie eine Übersicht, welche Elemente in Ihrem Design untergebracht werden müssen.
    • Navigationsleisten und Navigationshilfen (wie Positionsanzeiger usw.)
    • Daten und Inhalte
    • Suchfunktion etc.
  2. Entwickeln Sie daraus eine Konzeption, wie diese Elemente zusammenspielen sollen. Dieses Konzept, das Navigations- und Interaktionskonzept, beschreibt, wie sich die Nutzer später auf der Website zurechtfinden sollen. Gerade bei der Implementierung von Portalen bzw. Content-Management-Lösungen ist die Festlegung einer thematischen Struktur (Themenkategorien und Verteilung der Inhalte auf die Themenkategorien) eine wichtige Teilaufgabe bei der Entwicklung eines Navigationskonzept. Erst wenn Sie wissen, was die Navigation leisten soll, ist es sinnvoll, die Navigationselemente grafisch zu entwerfen.

    Struktugramm Klicken Sie bitte auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.


  3. Nun erstellen Sie im nächsten Arbeitsschritt Layout-Rohentwürfe für die Oberfläche Ihrer Weblösung. Dabei fertigen Sie die Entwürfe nicht in einem HTML-Editor an, sondern zeichnen ihn als einfache Grafik in einem Grafikeditor (z.B. Photoshop). Doch halt: Die Umsetzung der Entwürfe in HTML empfehlen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dies verschieben Sie am besten auf später (siehe Teilschritt 6).
  4. Stimmen Sie die Oberflächen-Entwürfe in Ihren Entscheidungsgremien ab und verabschieden Sie ein endgültiges Design.
  5. Dokumentieren Sie in einem Styleguide, wie die Oberfläche später aussehen wird. Die Festlegungen umfassen die verwendeten Farben, Formen, Schriftarten und Schriftgrößen. Konsequenterweise sollte sich im Design der E-Business-Lösung auch das Corporate Design (CD) Ihres Unternehmens widerspiegeln. Damit stellt der Styleguide quasi das Pflichtenheft für die
  6. Frontend-Programmierer dar, die das später das Aussehen des Frontend umsetzen werden.
  7. Machen Sie aus Ihrem grafischen Entwurf einen HTML-Entwurf. Dies umfasst das Schreiben von HTML-Code und das Zerlegen Ihres Entwurfes in Einzelgrafiken: Sie machen aus Ihrem Gesamtentwurf (1 große Grafik) viele kleine Grafiken (Logo, Navigationsbuttons, Bullets etc.) und fügen diese so in den frisch geschrieben HTML-Code ein, dass eine komplette Web-Seite entsteht. Testen Sie, ob diese Seite mit allen marktgängigen Browsern korrekt angezeigt wird.
Nach diesen Arbeitsschritten besitzen Sie HTML-Layout-Schablonen (auch Layout-Templates genannt) und mit dem Styleguide eine passende Dokumentation. Mit diesen Vorleistungen können Sie später unbesorgt in die Realisierungsphase starten. Natürlich empfehlen wir Ihnen, vor der Realisierung Ihrer E-Business-Lösung die Qualität des Frontends hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit zu testen. Ein Prototyp wird die Benutzerfreundlichkeit unter Beweis stellen.

Checkliste:
  • Sie haben eine vollständige Übersicht erstellt, welche Elemente in Ihrer E-Business-Lösungen enthalten sein sollen?
  • Sie haben ein schriftliches Navigationskonzept entwickelt, das die Benutzerführung in Ihrer E-Business-Lösung beschreibt?
  • Sie haben grafische Entwürfe Ihrer E-Business-Lösung erstellt und eine endgültige Version verabschiedet?
  • Sie haben Ihre Layout-Entwürfe in HTML programmiert und getestet, dass die HTML-Seiten in allen gängigen Browser (Microsoft Internet Explorer, Netscape und Opera in den jeweils gängigen Versionen) korrekt angezeigt werden.

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Schritt 4: Erstellen Sie einen Prototypen Ihrer E-Business-Lösung

Bevor Sie bei ihrer E-Business-Lösung mit der Realisierung der Oberfläche beginnen, empfehlen wir Ihnen, einen Prototypen zu erstellen. Ein Prototyp sollte aus fertigen statischen HTML-Seiten bestehen, durch die Sie sich "durchklicken" können. Anhand ihres Prototypen können Sie gut erkennen, wie "Look & Feel" Ihrer E-Business-Lösung später auf den Benutzer wirken werden. Die Navigationsstruktur können Sie auf Benutzerfreundlichkeit (Usability) testen. Mögliche Schwächen werden so frühzeitig erkennbar. Sie können Verbesserungen rechtzeitig festlegen und umsetzen. Es ist auf jeden Fall kostengünstig, solche Fehler vor der Realisierung zu eliminieren. Je später Sie Schwächen entdecken, desto teurer wird es, sie zu beheben.

Je nach Umfang Ihrer Lösung empfiehlt sich ein Prototyp aus ca. 10 bis 30 HTML-Seiten. Die grafischen Elemente und die Navigation sollten im Prototyp komplett umgesetzt sein.

Mit dem Prototypen führen Sie am besten Usability-Test mit unbeteiligten Dritten durch, die nicht direkt in Ihr E-Business-Projekt involviert sind: Mitarbeiter aus anderen Abteilungen, Kunden, Geschäftspartner etc. Mit diesen Testbenutzern simulieren Sie am Prototypen die Nutzung ihrer E-Business-Lösung. Dabei beobachten Sie die Benutzer und lassen sie ihre Eindrücke schildern. Aus dem Verhalten dieser Testbenutzer und deren Kommentaren können Sie Stärken und Schwächen Ihrer E-Business-Lösung analysieren.

Besonders wenn es mehrere konkurrierende grafische Entwürfe für die Oberfläche Ihrer Website gibt, dann sollten Sie sich nicht nur von der Optik leiten lassen. Machen Sie Ihre Entscheidung von der Gebrauchsfähigkeit der Oberfläche abhängig. Mit einem Prototypen haben Sie schnell geklärt, welcher grafische Entwurf für die prakitische Nutzung am besten geeignet ist.

Neben dem echten Testen der Lösung eignet sich ein Prototyp natürlich auch ausgezeichnet dazu, die E-Business-Lösung unternehmensinternen Entscheidungsgremien zu demonstrieren und zu "verkaufen". Nutzen Sie den Prototypen, um innerhalb Ihres Betriebes Werbung für Ihre E-Business-Lösung zu machen.

Checkliste:
  • Ein Prototyp, der aus statischen HTML-Seiten besteht, wurde erstellt? Dazu wurden HTML-Seiten programmiert, die alle grafischen Elemente incl. der Navigation enthalten? Die Seiten wurden so verlinkt, dass man sich durch den Prototypen so ähnlich durchklicken kann, wie man sich später durch fertige die E-Business-Lösung klicken soll?
  • Eine Gruppe von Testbenutzern wurde rekrutiert und in die geplante Vorgehensweise für die Usability-Tests eingewiesen? Die Test wurden durchgeführt und die Test-Ergebnisse dokumentiert?

Schritt 5: Erstellen Sie eine Zeit- und Ressourcenplanung: der Projektplan

Das Pflichtenheft gibt eindeutige und verbindliche Antworten über das "was und wie" der E-Business Lösung. Um ein Projekt erfolgreich ins Ziel zu führen, ist es aber auch dringend notwendig, zu wissen, wer dieses "wie" umsetzt und wann dies geschieht.

Die Fragen nach dem "wer" und "wann" beantwortet Ihnen der Projektplan. Dieser hilft Ihnen auch bei der Ressourcenplanung und illustriert den zeitlichen Ablauf sowie die Abhängigkeiten der einzelnen Projektbausteine. Die wichtigsten Fragestellungen, die das Pflichtenheft in diesem Zusammenhang eindeutig beantworten muss:
  • In welche Teilabschnitte gliedert sich Ihr Projekt auf?
  • Wie lange dauern die einzelnen Teilprojekte?
  • Welche Teilprojekte werden wann bearbeitet?
  • Welche Abhängigkeiten gibt es innerhalb und zwischen den einzelnen Teilprojekten?
  • Was sind die projektrelevanten Meilensteine?
  • Welche Arbeitsressourcen werden wofür eingesetzt?

Bei diesem Projektschritt können Sie sich durch die WEBAGENCY E-Commerce AG unterstützen lassen. Hier erfahren Sie mehr über unser Leistungsangebot >>> Projektmanagement <<< .

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Wie geht es weiter?

Das Pflichtenheft, Screendesign und Projektplan bilden die Arbeitsgrundlage für die folgende dritte Projektphase, die technische Realisierung.

Welche Aufgaben Sie und Ihr E-Team bei der technische Realisierung bzw. Implementierung Ihrer E-Business-Applikation zu bewältigen haben, erfahren Sie im folgenden Abschnitt Technische Realisierung unseres Projektleitfadens.


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Dieser Leitfaden wurde vom E-Business Consulting-Team der WEBAGENCY (http://www.webagency.de) erstellt. Die WEBAGENCY E-Commerce AG konzipiert und realisiert E-Commerce- und E-Business-Lösungen für die Industrie, den Handel, die Dienstleistungsbranche und die öffentliche Hand.

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