http://www.webagency.de/unternehmen/profil/pressestimmen3.htm 16. Januar 2018
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WEBAGENCY im "baustoffmarkt 12/2001"

E-Business im Baustoffhandel!?
INTERBAUSTOFF und WEBAGENCY fragen nach


E-Business - erst Euphorie, dann Skepsis! Egal, wie die Stimmung ist, E-Business ist von den Märkten der Zukunft nicht mehr wegzudenken. Besonders der elektronischen Beschaffung werden hohe Wachstumsraten bescheinigt. Die Unternehmensberatung A.T. Kearney glaubt, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre Unternehmen durchschnittlich 20% ihres Einkaufsvolumens über das Internet vergeben, heute sind dies erst zwei Prozent. Allein das europäische Beschaffungsvolumen zwischen Unternehmen via Internet wird von dem amerikanischen Marktforschungsinstitut Forrester Research für das Jahr 2004 auf über eine Billion Euro geschätzt. Die Entwicklung wird sich fortsetzen. Vielleicht nicht so schnell, wie viele prognostizieren, aber die Tendenz ist klar zu erkennen.

Wie aber steht es heute um das E-Business im deutschen Baustoffhandel?
  • In welchem Maße und für welche Zwecke wird das Internet bereits genutzt?
  • Über welche Kanäle wird die geschäftliche Kommunikation in den jeweiligen Betrieben abgewickelt?
  • Welcher Stellenwert wird dem Internet grundsätzlich beigemessen und welche Bedeutung wird ihm bei der Abwicklung von Geschäftsprozessen eingeräumt?
  • Wie groß ist das heutige Engagement des Baustoffhandels im Internet und welches Engagement zeichnet sich in der Zukunft ab?
  • Welche Faktoren hemmen die Auseinadersetzung mit dem Thema E-Business im Baustoffhandel?
Um den Stand der E-Business-Aktivitäten und die Bedürfnisse der Baustoffhändler zu ermitteln, hat die WEBAGENCY E-Commerce AG zusammen mit der INTERBAUSTOFF GmbH & Co. KG - im Rahmen des E-Business-Projekts für die INTERBAUSTOFF - eine Studie unter deren angeschlossenen Baustoff-Fachhändlern durchgeführt. Ziel war es, Antworten auf die oben gestellten Fragen zu bekommen, um bei der Konzeption der INTERBAUSTOFF-Lösung die Anforderungen der Gesellschafter an ein internetbasiertes Kommunikationssystems mit einfließen lassen zu können. 285 Baustoffhändler wurden mittels Fragebögen rund um das Thema Internet befragt. Der Rücklauf der versandten Fragebögen betrug dabei 50%.
Ergebnis: Der größte Teil der Befragten ist sich über die große Bedeutung des Internet/E-Business bewusst. Im Baustofffachhandel wird derzeit das Internet vor allem für Informations- und Kommunikationszwecke genutzt.

Nutzung des Internet

Grundsätzlich kann man sagen, dass heutzutage auf Geschäftsführerebene fast jeder einen Internetanschluss am Arbeitsplatz hat. Anders stellt sich das Bild in den Reihen der Mitarbeiter dar: In 61,8 % der Betriebe verfügen weniger als ein Viertel aller Mitarbeiter über einen Internetanschluss. Allerdings nutzen, nach Meinung der Geschäftsführer, auch diese den Ihnen zur Verfügung gestellten Internetanschluss mit einem Anteil von 49,2 % nur selten.

Der Kommunikationsaufwand im Baustoffhandel ist enorm und somit sehr zeit- und kostenintensiv. Jede Möglichkeit, die den Austausch zwischen den Geschäftspartnern vereinfacht, wird folglich auf große Akzeptanz stoßen. Das Internet bietet hier optimale Möglichkeiten zur kostengünstigen und effizienten Kommunikation.

Das Umfrageergebnis hat gezeigt, dass der Baustoffhandel die Chance des schnellen und kostengünstigen Austausches über den digitalen Weg erkannt hat und das Internet hauptsächlich dafür nutzt. 57,8% der Befragten gebrauchen das Internet täglich oder mehrmals in der Woche für die Informationsbeschaffung, 66,2% täglich oder mehrmals in der Woche für die Kommunikation. Offensichtlich ist hier die Akzeptanz sehr groß und die Hemmschwelle gering.

Als Mittel zum Preisvergleich und zum Einkauf wird das Internet unter den befragten Bauhändlern nur wenig eingesetzt - Einkäufe werden nur mit insgesamt 11,7% täglich oder mehrmals in der Woche getätigt, fast ein Viertel aller Befragten haben das Internet dafür noch nie genutzt.

Angesichts der Tatsache, dass dieser Bereich im Baustoffhandel wahrscheinlich den größten Geschäftsanteil ausmacht und das Internet geradezu dazu prädestiniert ist, Einkaufsprozesse zu optimieren, ist es erstaunlich, dass nur wenige das Internet für diese Zwecke nutzen.

Kommunikation über das Netz

Wie schon erwähnt, kommt das Internet heute vor allem als Kommunikationsmittel zum Einsatz. Kommuniziert wird in erster Linie mit Lieferanten und Dienstleistern, z.B. über Lagerbestand, Lieferbedingungen, Konditionen, erst an zweiter Stelle steht die Kommunikation mit dem Kunden. Die genauen Ergebnisse sind der folgenden Grafik zu entnehmen:

Kommunikation über das Netz

Man darf nun jedoch aus dem Ergebnis nicht schließen, dass das Internet unter den Baustoffhändlern als der Kommunikationskanal etabliert ist, denn die Grafik sagt nichts über die Nutzungshäufigkeit des Online-Mediums gegenüber herkömmlichen Kommunikations-Kanälen aus. Zu einem sehr hohen Prozentsatz findet Kommunikation immer noch auf herkömmlichem Weg, d.h. über Telefon, Post und Fax statt. Beispielhaft sei hier aufgeführt, wie die Gesellschafter von INTERBAUSTOFF mit der Zentrale in Kontakt treten:

Telefon: 39,3%
Fax: 28,4%
Post: 12,9%
E-Mail: 3,7%

Doch häufig war von den Baustoffhändlern zu hören: "Alle Informationen, die zur Zeit per Fax ausgetauscht werden, sollten wir lieber elektronisch austauschen, um Kosten und Zeit zu sparen."

Das Einsparungspotential durch das Online-Medium, auch für den Bereich Informationsaustausch, scheint offensichtlich schon erkannt worden zu sein. Von der Automatisierung des Datenaustausches erhoffen sich die Gesellschafter erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse. Dem Wunsch nach digitalem Informationsaustausch widerspricht jedoch der heute tatsächlich übliche Einsatz des Internets bei den Gesellschaftern - und auch deren Investitionsbereitschaft.

Einfluss des Internet heute

Auf die Frage, welchen Einfluss der Einsatz von Internet und elektronischen Kommunikationswegen hat, glaubten die Baustofffachhändler, dass dadurch vor allem die Informationsgewinnung verbessert (86,0%) und Geschäftsprozesse effizienter abgewickelt (69,9%) werden könnten.

Nachstehende Grafik zeigt zudem, in welchen Bereichen man nach Angabe der Gesellschafter durch das Internet profitieren kann:

Einfluss des Internets heute

Engagement des Baustoffhandels im E-Business

Immerhin 69,1% der Befragten haben bereits einen Internetauftritt. Ein Blick auf diese Seiten zeigt jedoch, dass es sich dabei zum größten Teil um reine Firmenpräsentationen handelt. Interaktive Elemente, nutzenschaffende Informationen zu bestimmten Themen o.ä. fehlen meist.

Von denjenigen, die noch keinen Internetauftritt haben, planen immerhin 74,4% die Realisierung eines solchen.

Die Bereitschaft, zukünftig in irgendeiner Form online vertreten zu sein, ist hoch. Allerdings wollen 79,4% aller Befragten dafür weniger als 10TDM ausgeben. Nach Einschätzung der WEBAGENCY ist jedoch ein erfolgversprechender Internetauftritt, der Kundenbindung und -generierung, Schaffung eines echten Mehrwerts oder die Optimierung der Geschäftsprozesse zum Ziel hat, mit diesem Budget kaum zu realisieren.

Zukunft des Internet

Wenn auch aktuell das Internet nicht zur Optimierung von Geschäftsprozessen eingesetzt wird, ist fast die Hälfte (49,3 %) aller befragten Baustoffhändler überzeugt davon, dass in spätestens 5 Jahren das E-Business nicht mehr aus dem Geschäftsleben wegzudenken sein wird.

Offensichtlich ist demnach das Bewusstsein für die Bedeutung und das Engagement im E-Business auch in mittelständischen Unternehmen bereits weit verbreitet.

Angesichts dieser Einschätzung ist es überraschend, wenn die Chancen des Internet derzeit nur marginal ausgeschöpft werden und auch in der Zukunft im Bereich E-Business nur wenig Engagement geplant ist.

Woran also kann es liegen, dass eine solche Kluft zwischen dem, dem E-Business beigemessenen Stellenwert und dem tatsächlichen Internet-Verhalten des Baustoffhandels besteht?

Konkrete Vorstellung des WAS fehlt

Im Zusammenhang mit dem allgegenwärtigen Begriff E-Business "geistern" Schlagworte wie "Shop", "Marktplatz", "Portal" etc. durch die Medienlandschaft. Keiner weiß so recht, was der Begriff E-Business überhaupt genau bedeutet und schon gar nicht, welche Möglichkeiten sich dahinter verbergen und wie diese sauber voneinander abzugrenzen sind.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Baustoffhändler ist nach Einschätzung der WEBAGENCY deswegen schlicht in dem vagen Wissen - herrührend mit Sicherheit auch von der Uneinigkeit der Experten und der unpräzisen Darstellung von E-Business-Themen in den Medien - zu sehen! Aufgrund der Fülle von E-Business-Möglichkeiten, ist es schwierig, den geeigneten Weg für das eigene Unternehmen im E-Business zu definieren.

Konkrete Vorstellung des WIEs fehlt

Selbst wenn ein Unternehmer entschlossen ist, das Thema E-Business anzugehen, bleiben für ihn zunächst noch viele Fragen offen: Welche Möglichkeit im E-Business macht für mich Sinn? Wie packe ich das Thema an? Was bedeutet das Thema für mein weiteres traditionelles Geschäft? Welchen Aufwand bedeutet E-Business für mich?
Aus dieser Unsicherheit heraus warten viele Unternehmen doch eher ab, bis Wettbewerber einschlägige Erfahrungen gemacht haben, als sich in ein derartig "unkalkulierbares und riskantes" E-Business-Projekt zu stürzen. Andere Unternehmen, die das Risiko, ohne E-Business-Aktivitäten möglicherweise Marktanteile an innovativere Unternehmen abgeben zu müssen, deutlich sehen, beginnen manchmal überstürzt (irgend-)ein E-Business-Projekt. Häufig kommen dann in der Planungsphase Überlegungen darüber, welche Maßnahmen genau für das eigene Unternehmen Sinn machen, welche konkreten Ziele das Unternehmen verfolgt und in welchem Zusammenhang das E-Business-Projekt mit dem eigentlichen Geschäft steht, zu kurz.

Leider sind mangelnde Vorüberlegungen und ein zu großer Aktionismus auch Gründe für das Scheitern von E-Business-Projekten, was wiederum eine noch größere Zurückhaltung bezüglich der E-Business-Aktivitäten schafft.

Unsichere Kosteneinschätzung

Aus dem Mangel an Erfahrung heraus begründet sich auch die Tatsache, dass viele Unternehmer die Kosten, die durch E-Business-Projekte auf sie zukommen, nur schwer einschätzen können. Zwei extreme Haltungen, die Kosten betreffend, sind, so die Einschätzung der WEBAGENCY, vorherrschend: Die einen können den Aufwand, der hinter der Realisierung eines komplexen E-Business-Projektes steht, nicht vollständig durchschauen und glauben, eine sinnvolle Lösung schon für DM 5.000,- haben zu können. Dazu kommt, dass die Baubranche derzeit auch unter einem enormen Kostendruck steht.

Die anderen - oft diejenigen Unternehmen, die einen besonders starken Handlungsdruck verspüren - überschätzen den Aufwand und stehen, in der Gefahr unnötige Summen für ihr E-Business-Projekt auszugeben, weil über die Notwendigkeit bestimmter Investitionen nicht ausreichend nachgedacht wurde oder/und da man falsch beraten wurde.

Unzureichende Einschätzung der Möglichkeiten des Internets

Viele Unternehmen glauben, dass mit Einstellung einer Unternehmenspräsentation ins Netz dem Thema E-Business genüge getan ist. Diese Unternehmen verkennen schlicht die Möglichkeiten, die das Internet ihnen bietet:
  • Optimierung von Geschäftsprozessen mit der Folge von Kosteneinsparung (Heute finden Internetaktivitäten meist neben anderen Geschäftsprozessen statt und nicht in diese integriert, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutet.),
  • Senkung der Beschaffungs- und Vertriebskosten,
  • Optimierung von Kommunikations- und Informationsprozessen
  • Kundenbindung und vieles mehr.
E-Business wird von vielen Entscheidern zudem nicht als strategisches Thema erkannt. Ein Ergebnis der Studie zeigt beispielsweise, dass 55,2% der befragten Baustoffhändler glauben, das Internet habe nur einen schwachen oder gar keinen Einfluss auf die Kundenbindung. Dass das Thema E-Business auch auf Marketing-Ziele, z.B. Präsenz im wachsender Online-Markt, Image-Verbesserung, Kundenorientierung u.ä. hat, ist oft zweitrangig oder bleibt gänzlich verborgen.

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich E-Business trotz aller Skepsis und Hürden in naher Zukunft im Baustoffhandel etablieren und zur Effizienzsteigerung betragen wird - zumal der Druck auch von Kundenseite steigt: "Die Kunden der Gesellschafter fangen an, sich mit dem Medium vertraut zu machen." war von einem befragten Baustoffhändler zu hören.

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